Annette Pehnt
Adlerstraße 12a · Zugang über Faulerstraße 14

mo-fr 10-19 Uhr | sa 10-17 Uhr
Abholfensterzeiten:
mo-fr 9-19 Uhr | sa 9-16 Uhr
Tel.: 0761 / 26877
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Im Juni 2025 wurde der jos fritz e.V. von den Buchhändler*innen und den bisherigen Gesellschafter*innen der Buchhandlung gegründet. Der eigetragene und gemeinnützige Verein hat sich die Durchführung und Förderung von Veranstaltungen vor allem im Bereich Literatur und aktueller gesellschaftlicher Diskussionen zur Aufgabe gemacht. Zudem ist er seit Anfang 2026 alleiniger Gesellschafter der jos fritz Buchhandlung GmbH. Diese Organisationsform ermöglicht die faktisch vorhandene kollektive Organisationsstruktur der Buchhandlung auch rechtlich abzubilden. Der Buchladen „gehört" denen, die in ihm arbeiten. Eine Idee, der die Buchhandlung seit ihrer Gründung anhängt, wird damit über den Generationswechsel hinweg erhalten.
Mit einer Lesung aus ihrem Roman Mobbing startete die Nach(t)lese. Nun k ehrt AnnettePehnt nach 20 Jahren in den kleinen Grether Innenhof zurück. Zum Jubiläum der Nach(t)lese blickt sie auf 25 Jahre l iterarisches Schreiben zurück und liest aus ihrem vielfältigen Werk. Ihr Schreiben, dass seine Stärken im Kleinen, im Leisen, im vermeintlich Unscheinbaren hat, in einer Prosa, die in Zwischenräumen und in Leerstellen Atem l ässt, wie es Katharina Knüppel vom Literaturhaus Freiburg bei der Verleihung des diesjährigenJohann-Peter-Hebel-Preises an dieA utorin betonte.
Annette Pehnt ist Autorin zahlreicher Romane, Erzählbände und Kinderbücher und leitet das Literaturinstitut an der Universität Hildesheim. Für ihre Bücher wurde sie vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Italo Svevo-Preis und dem Großen Preis des Deutschen Literaturfonds für ihr Gesamtwerk. Annette Pehnt lebt in Freiburg und Hildesheim.
Veranstaltet von: GretherKultur in Zusammenarbeit mit der jos fritz Buchhandlung.
Die Lesungen finden bei schlechtem Wetter in benachbarten Räumen statt.
Für Bewirtung ist gesorgt.
Ein Gespensterabend mit Simon Nagy
Das Ende der Arbeit, die Aufhebung der Familie und die Abschaffung der Zeit treten in diesem Buch als verwandte, einander sogar bedingende Begehren auf. Sie alle drehen sich um das Ziel, der künstlichen Produktion von Gegenwart ein Ende zu setzen und vergangene Kämpfe in kollektiv bestimmte Zukünfte zu transformieren. Es ist 175 Jahre her, dass es erstmals beim Namen genannt wurde: das die Gegenwart heimsuchende, aus der Zukunft flüsternde Gespenst des Kommunismus. In den letzten Jahren tauchen wieder vermehrt solche Gespenster auf, die von radikal anderen Zukünften zu flüstern wissen. Sie erscheinen vor allem in Filmen, Romanen und künstlerischen Arbeiten, sind aber gar nicht so leicht zu erkennen, weil sie sich nicht an althergebrachte Formen des Spuks halten. Es braucht neue Werkzeuge, um sie aufzuspüren, mit ihnen ins Gespräch zu treten und herauszufinden, was sie uns über unsere Zeit, ihre Abschaffung und von möglichen anderen Zeiten berichten können.
Eine Veranstaltung des jos fritz e.V.
Veranstaltet von: jos fritz e.V.
Lesung und Gespräch mit Fabienne Imlinger in der Reihe Girl, Woman, Other
Der Ort: ein Stadtviertel. Die Zeit: die Apokalypse. Jedenfalls glauben das immer mehr Menschen, angestachelt von einer durchs Netz rasenden Prophezeiung. Durch das wilde, kaputte Quartier, in dem man trotz allem zusammenhält, streift die junge Sanya, eine Pistole im Rucksack – bis sie auf eine seltsame Gestalt trifft.
Nach den viel beachteten Sachbüchern „Radikale Zärtlichkeit" (2021) und „Hass" (2023) ist diesen Sommer „Zeit der Monster" (Hanser, 2026) erschienen. Auf die Frage, für wen sie dieses Buch geschrieben hat, antwortet Şeyda Kurt: „Für alle, die hoffen, und für alle, die verzweifeln." Ihr Romandebüt fragt nach den Chancen, die im Zerfall bestehender Ordnungen liegen. Klug, furios und voller Mut ist es „eine Hommage an so viele Leben, die nie erzählt wurden" (Fatih Akin).
Veranstaltet von: Literaturhaus Freiburg
Eine gemeinsame Reihe mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, bei dieser Ausgabe in Kooperation mit: Soroptimist Club Freiburg, Bücherfrauen Freiburg, Buchhandlung jos fritz, mit freundlicher Unterstützung des Vorderhaus Freiburg
Aktivistische Satire
Demokratie, Klima, Frieden – sieht alles nicht so gut aus. Angesichts der autoritären Wende macht sich Ohnmacht breit.
Dabei gibt es 1000 Wege, um aus der Defensive wieder in die Offensive zu kommen. Wir sprechen darüber, was jetzt schon funktioniert und was wir größer machen müssen. Rechtskämpfe, Sorgearbeit, eigene Räume, Volksgesetzgebung, Glück. Und notfalls lernen wir dabei von Jens Spahn.
Weg mit der Ohnmacht, wir bilden die Gegenmacht!
Arne Semsrott leitet das Recherche- und Transparenzportal FragDenStaat, hat u.a. die NSU-Akten veröffentlicht und verklagt regelmäßig erfolgreich die Bundesregierung. Mit dem Freiheitsfonds befreit er Menschen aus dem Gefängnis.
FABRIK e.V. (Vorderhaus)
Es beginnt mit einem Riss, einer Spaltung im Stein. Ausgehend von der Jammerbugt an der dänischen Nordseeküste, wo die weißen Kalkfelsen des Bulbjerg geologische Formationen ebenso sichtbar machen wie die Narben der Geschichte, folgt Liv Thastum den Spuren von Krieg, Erinnerung und ökologischem Wandel. Zwischen den Überresten des Atlantikwalls, Wanderdünen und trockengelegten Seen erscheint der Boden als Archiv, das Fossilien ebenso bewahrt wie militärische Überreste.
Mit Feingefühl und einer hybriden „Språche" – halb Deutsch, halb Dänisch – führt Liv Thastum in ihrem Lyrikdebüt „åben die erda" (kookbooks, 2026) an Orte, die von Eingriffen in Landschaft und Sprache geprägt sind. Über ihre drei miteinander verwobenen Langgedichte, die das Grenzland als geologischen, historischen und sprachlichen Raum erkunden, kommt die Autorin ins Gespräch mit der „zwischen/miete". Unsere Reihe wird moderiert und organisiert von einem Team Studierender.
Mehr unter: https://www.instagram.com/zwischen.miete
Veranstaltet von: Literaturhaus Freiburg
Mitveranstalter: Studierendenwerk Freiburg
Wie wollen wir leben?
Als queere Menschen sind wir besonders durch Einsamkeit bedroht. Isolation vor und nach dem Coming-out, der lange, konfliktreiche Weg zu uns selbst und oft das Fehlen einer Familie, die uns unterstützt, wenn es hart auf hart kommt. Aber: Haben wir nicht eine besondere Fähigkeit zur Solidarität? Sind wir nicht besonders gut darin, Beziehungen neu zu erfinden? Wohnprojekte, Wahlfamilien, Bindungen jenseits der heterosexuellen Rollenmodelle – sie können alle Orte sein, die vor Einsamkeit schützen.
Eine Veranstaltung des jos fritz e.V.
Veranstaltet von: jos fritz e.V.
"Seit einigen Tagen bin ich wieder am Handy. Ich wache auf, ich esse, arbeite unkonzentriert, lese die Nachrichten. Ich rufe meinen Vater an. Mein Vater steht morgens auf, liest die Nachrichten, geht arbeiten, sitzt vor dem Fernseher. Assad ist weg. Das Regime ist gefallen. Das Regime, vor dem mein Vater – ein staatenloser jesidischer Kurde – 1980 aus Syrien floh. Ich kenne das Land von Besuchen bei meinen Großeltern in meiner Kindheit. Ein Land, in dem an jeder Ecke das Porträt des Diktators und seines Vaters hing, ein Land über das eine Familie herrschte wie ein Mafia-Clan. 54 Jahre lang."
Wenige Wochen nach dem Sturz Assads ist Ronya Othmann mit ihrem Vater nach Syrien gereist: auf den Spuren der jüngsten Ereignisse, durch ein Land, das sich selbst fremd geworden zu sein scheint. Und überall hat sie mit Menschen, gleich welcher Zugehörigkeit gesprochen – Menschen, die zwischen Angst und Hoffnung wieder an eine Zukunft glauben wollen.
Über ihr Buch, ihre Eindrücke aus Syrien und ihren Blick auf die aktuelle Situation seit dem Sturz von Assad spricht die Autorin mit der Geschlechterforscherin und Vorständin der Freiburger Frauenrechtsorganisation AMICA e.V., Dr. Andrea Zimmermann.
AMICA e.V. / FABRIK e.V. (Vorderhaus)
Männer werden politisch immer rechter und sozial immer einsamer, Männer können einfach nicht mit ihren Emotionen umgehen und von Männern geht nach wie vor der Großteil aller Gewalttaten aus: In diesen Sätzen spiegelt sich die gesamte Misere gegenwärtiger Männlichkeit wider. Die Welt scheint voll von brutal fragilen Typen zu sein.
Zeit, sich ihnen einmal ausführlich zu widmen: In seiner Live Lecture Brutal Fragile Typen geht Ole Liebl Männern und ihren Gefühlen auf den Grund. Was hat die Unfähigkeit zu fühlen mit anti-feministischer Radikalisierung im Internet zu tun? Was übersehen wir, wenn wir Männern pauschal unterstellen, sie hätten weniger Gefühle als Frauen? Woran erkennt man toxisch-progressive Männer? Warum sind Macker so oft melancholisch? Wie werden Frauen und Queers emotional ausgebeutet? Und was hat Spider Man mit all dem zu tun?
Unterhaltsam, dicht und trotz der harten Themen mit einer guten Ladung Humor ausgestattet, bringt Ole Liebl die Ergebnisse moderner Männlichkeitsforschung verständlich näher.
OLE LIEBL, geboren 1992 in einem Dorf in Rheinland-Pfalz, studierte Philosophie und Informatik an der TU und FU Berlin. Auf seinen Kanälen auf TikTok und Instagram sowie in seinem Podcast klärt er aus wissenschaftlicher Perspektive über verschiedene Themen rund um toxische Männlichkeiten, Sexualität, Geschlecht und Beziehungen auf. Nach 14 Jahren in Berlin zog er 2024 zurück aufs rheinland-pfälzische Land.
E-Werk Freiburg
Ein Stück deutscher Geschichte, wie man es selten gehört hat: Vom Aufwachsen in der DDR als Schwarze Tochter einer weißen Regimekritikerin. „So beginnt meine Geschichte. Als Tochter einer weißen Frau und eines Schwarzen Mannes. Zwischen Sange, Südtansania, und Gera, Thüringen. Zwischen kolonialer Vergangenheit und DDR-Diktatur."
Tupoka Ogette schreibt von der Suche nach Zugehörigkeit, vom Leben im Widerspruch, im Dazwischen. Sie erzählt vom Aufwachsen als Schwarzes Kind in der DDR, von Flucht und Verlust, von Missbrauch, Bodyshaming und Gewaltbeziehungen, aber auch von Liebe, Mutterschaft, Resilienz und Selbstermächtigung. Von Freundschaften, die sie schließt, und solchen, die sie verliert. Vom Neuanfang in der BRD. Und davon, die Ruhe im Sturm zu finden.
Ein Abend mit Tupoka Ogette, moderiert von Sévérine Kpoti.
E-Werk Freiburg
Max Goldt liest am 11.12. aus seinem Buch Aber?, erschienen im August 2025 im dtv Verlag.
»Der hat aber eine richtig schöne Schrift. Diese Unterschrift ist ja ein richtiges kleines Kunstwerk.«
»Muß ja sein. Seine Texte sind ja auch richtige kleine Kunstwerke!«
»Aber wie der den Stift hält! So krumm!«
»Aber eine schöne Schreibmappe hat er! Sogar aus echtem Leder.«
»Der Stift ist auch sehr schön! Der Mann ist eben ein richtiger Profi!«
»Meine Mutter hatte auch mal so einen schönen Stift wie der, aber sie ist nach Thailand gefahren und hat den Stift dann nie wiedergefunden. Wahrscheinlich geklaut! Das Hotelpersonal wird ja so schlecht bezahlt!«
Max Goldt, 1958 geboren, in Göttingen aufgewachsen, in den frühen Jahren Musiker, namentlich als Mitglied der Band Foyers des Arts, schreibt seit mehr als 35 Jahren. Nach den üblichen Maßstäben sind seine Texte alle kurz, und fast alle sind komisch, humoristisch oder satirisch. Er lebt in Berlin.a
E-WERK Freiburg

