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josfritz Buchhandlung Freiburg
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Hommage an eine Waghalsige von Steffen Popp:  Elizabeth Bishop -  Gedichte

9.-/ 6.-€

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Die Literaturhaus-Reihe „Hommage an eine(n) Waghalsige(n)" fragt nach Lesebiografien, Erweckungserlebnissen, Herzensbüchern. An diesem Abend folgt der Lyriker und Übersetzer Steffen Popp im Gespräch mit der Dichterin Dagmara Kraus den Denk- und Schreibbewegungen von Elizabeth Bishop (1911–1979).
„A poet's poet's poet" nannte sie John Ashbery. Doch der Hallraum ihres mit dem Pulitzer-Preis geadelten Werks reichte in den USA schon zu Lebzeiten weit über den Kreis ihrer Kolleg*innen hinaus. Bishops Dichten ist ein insistierendes Sprechen voll zarten Eigensinns. Zufälliges, von der Gelegenheit Geschmiedetes verbindet sich mit kunstvoll Verdichtetem zu verblüffend schönen Bilderwelten: „Der Eisberg wär uns lieber als das Schiff, / und wär es das Ende des Reisens. / Und stünde er stockstill wie Felsen aus Wolken, / und alles Meer wäre Marmor, gleitend." Dank Steffen Popps Übersetzungen für die zweisprachige Ausgabe „Gedichte" (Hanser, 2018) wird die kristalline Zeitlosigkeit ihrer Beobachtungen nun auch hierzulande erfahrbar.

Literaturhaus Freiburg
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Carl-Schurz-Haus-Freiburg / DAI e.V.
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Lesung:  Franz Hohler spaziert durch sein Gesamtwerk

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An diesem Abend führt uns die Schweizer Kabarett-Legende, der Schriftsteller Franz Hohler, durch sein reichhaltiges literarisches Gesamtwerk und damit auch durch die letzten 50 Jahre. In Hohlers Geschichten löst sich die Wirklichkeit unmerklich auf und macht Ereignissen Platz, die sich unserer kühlen Logik entziehen. Mit ungewöhnlich wachem Blick für beunruhigende Details erzählt der Autor von der Brüchigkeit und der Tragikomik unseres Alltags, aber auch von seiner Poesie. Ein heiterer Abend mit einem hintergründigen Kritiker steht bevor, ein ebenso fröhlicher wie nachdenklicher Spaziergang durch unsere Zeit.

Vorderhaus – Kultur in der FABRIK
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In Zusammenarbeit mit SWR Studio Freiburg. 

Im Rahmen von freiburg-grenzenlos-festival.

Lesung und Gespräch:  Frido Mann -  Das Weiße Haus des Exils

10.- / 8.- (Studierende)/ 6.- (CSH-Mitglieder)

Kartenreservierung: programm@carl-schurz-haus.de

René Freudenthal

Deutschlands „königliche Familie" des gebildeten Bürgers nannte Literatur-Papst Marcel Reich-Ranicki die Manns einmal, und zu den „Windsors der Deutschen" erhob der Spiegel den Nobelpreisträger-Clan. Der prominenteste lebende Angehörige der von vielen Legenden umwobenen Sippe ist Thomas Manns erklärter Lieblingsenkel Frido, verewigt als tragische Figur des bildschönen, todkranken Knaben Nepomuk „Echo" Schneidewein in Doktor Faustus. 1940 im kalifornischen Exil geboren, erlebte Frido Mann eine unvergessliche Kindheit in der modernistischen Villa seiner berühmten Großeltern hoch in den Hügeln über Los Angeles. Der stolze, schneeweiße Bau wurde 2018 von der Bundesregierung gekauft und von Bundespräsident Steinmeier als neues Zentrum des transatlantischen Dialogs eröffnet. Über die prägende Jugendzeit im Mittelpunkt des intellektuellen Widerstands gegen die Hitler-Diktatur schreibt der promovierte Theologe und habilitierte Psychologe ergreifend in seinem Essay-Band Das Weiße Haus des Exils. Aber Mann skizziert darin auch, welche Rolle der offene Dialog heute im kriselnden deutsch-amerikanischen Verhältnis spielen muss. Für sein Buch kehrte der Sohn Michael Manns im letzten Jahr noch einmal an den Ort seiner Erinnerungen zurück, bevor das Anwesen in Pacific Palisades seiner neuen, öffentlichen Bestimmung übergeben wurde.

Carl-Schurz-Haus-Freiburg / DAI e.V.
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Lesung und Gespräch:  John Wray -  Gotteskind/Godsend

9.-€ / 6.-€

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Frederik Skorzinski

Aden will raus. Aus ihrem Elternhaus, aus der Heimatstadt, aus den USA. Der Plan dafür ist radikal: Sie nimmt die Identität eines gläubigen jungen Mannes an, nennt sich Suleyman und verbrennt ihren Pass. Das heimliche Ziel: eine Madrasa-Islamschule in Peshawar, Pakistan, wo sich die Abtrünnige ganz dem Studium der Religion widmen will. Doch die Reise zur ersehnten Erlösung aus einer leeren Jugend in der amerikanischen Provinz führt sie geradewegs in die Kriegswirren Afghanistans.

Der in Brooklyn und Friesach (Kärnten) lebende Schriftsteller John Wray, unter anderem ausgezeichnet mit dem Guggenheim-Stipendium und dem Deutschlandfunk-Preis beim Bachmann-Wettlesen 2017, seziert in seinem vierten Roman Gotteskind (Rowohlt, 2019, aus dem Englischen von Bernhard Robben) die zutiefst paranoide Logik hinter der Rekrutierung zum Zweck extremistischen Terrors. Atemberaubend spannend.

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Szenische Lesung und Diskussion:  Alles kann passieren! Ein Polittheater

9.- / 6.- €

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An der Sprache könnt ihr sie erkennen: Die Textcollage Alles kann passieren! (Zsolnay, 2018) trägt im Titel eine bedrohliche Verheißung Viktor Orbans – und führt ins Universum der rechten Populisten Europas. Nach einer Idee von Florian Klenk, Chefredakteur der Wiener Wochenzeitung Falter, hat der Schriftsteller Doron Rabinovici aus Statements von Matteo Salvini, Herbert Kickl, Jaroslaw Kaczynski, Heinz-Christian Strache und Viktor Orban ein Mosaik zusammengestellt.

Es sind verführerische Reden. Sie beschwören eine nationale Vergangenheit, die vor den Wogen der Globalisierung schützen soll. Einerseits. Und dann ist, andererseits, der blanke Hass zu hören. Dieser „Stimmenorkan gegen die offene Gesellschaft" erklingt still und konzentriert, gelesen von Schauspieler*innen des Theater im Marienbad. 

Im Anschluss spricht Florian Klenk mit Bettina Schulte (Badische Zeitung) über theatralische Politik und politisches Theater.

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Theater im Marienbad
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Landeszentrale für politische Bildung
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Lesung:  Daniel Mendelsohn -  An Odyssey. A Father, a Son and an Epic

8.-€ / 7.-€ (Studierende)/ 5.-€ (CSH-Mitglieder)

„Subtil und tief bewegend" findet die New York Times diese sehr persönliche Vater-Sohn-Geschichte, die mit dem New Yorker- und New York Review Of Books-Kritiker Daniel Mendelsohn von einem der bedeutendsten Intellektuellen der USA erzählt wird: Eine Odyssee bricht auf den Spuren des wohl berühmtesten Mythos der europäischen Zivilisation das Schweigen zwischen dem 81-jährigen pensionierten Mathematiker Jay Mendelsohn, der Exaktheit, Zahlenwerk und knappe Ansagen schätzt, und seinem Sohn Daniel, einem promovierten Gräzisten, der sein ganzes Leben dem Studium antiker Kulturen verschrieben hat. Als der kauzige Jay spontan beschließt, den Uni-Grundkurs zu besuchen, den Princeton-Absolvent Daniel Mendelsohn zu Homers Odyssee anbietet, ahnen beide Männer nicht, dass sich dieses Seminar auf einer Schiffsroute quer durch das Mittelmeer fortsetzen wird. Unterwegs auf hoher See folgen die zwei Mendelsohns der legendären Reiseroute des listigen Siegers über die Trojaner, König Odysseus, dessen Abenteuer auf zehnjähriger Irrfahrt ins heimische Ithaka das 4000 Jahre alte Langgedicht festhält. Ihre Kreuzfahrt durch die Sagensammlung in herrlich mediterraner Stimmung bringt für Jay und Daniel schließlich die großen Menschheitsthemen auf, die uns noch immer bewegen: Familie, Identität, Heimat, Sterblichkeit. Und zugleich weist ihre letzte gemeinsame Reise Vater und Sohn den Weg, wieder zueinander zu finden. Bereits 2006 machte Daniel Mendelsohns aufsehenerregendes Familien-Memoir Die Verlorenen. Eine Suche nach sechs von sechs Millionen den Feuilletonisten, Essayisten und Altphilologen zum Bestseller-Autor. Er gewann für sein Werk bislang rund 20 Preise, zuletzt 2018 den Prix Méditerranée für Eine Odyssee – Mein Vater, ein Epos und ich (engl.: An Odyssey: A Father, a Son and an Epic).

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