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josfritz Buchhandlung Freiburg
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Lesung für Kinder ab 5:  Annette Pehnt -  Best of Bärbeiß

Kinder frei / Erwachsene 5.- €

Um Anmeldung wird gebeten. Tel: 0761 26877

Gute Laune? Der zottelige Bärbeiß weiß nicht, was das ist. Nichts passt ihm, alles nervt ihn, und gelächelt hat er überhaupt noch nie. Seine Wände hat er braun gestrichen, und am liebsten trinkt er Brennesseltee. Aber seitdem er in Timbuktu lebt, hat er lauter anstrengende Nachbarn: das fröhliche Tingeli, die ordentliche Familie Graureiher und den Königspinguin, der alles besser weiß. In kurzen Geschichten erzählt Annette Pehnt von Streit und Versöhnung, verrückten Ideen, Neugier und Eifersucht - eben von allem, was passiert, wenn man miteinander lebt.

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Im Rahmen des Lirum Larum Lesefestes.

Lesung:  Marie Rotkopf -  Antiromantisches Manifest

8.- / 6.-€ (für Slow-Club Mitglieder)

Marie Rotkopf teilt ordentlich aus gegen Nationalromantiker und Poplinke, Postfeministinnen wie Patriarchen, Luther wie Mütter. Gefangene werden nicht gemacht. Rotkopfs Manifest ist eine Sammlung polemischer Betrachtungen einer Französin, die seit zehn Jahren in Deutschland lebt.

Marie Rotkopfs Texte haben Widerhaken, man reibt sich daran, aber leider hat sie recht. In Gedichten, Tagebüchern, kurzen Prosastücken, in angriffslustig-kämpferischen und traurig-komischen Stücken schreibt sie an gegen eine Romantik, die zynisch und banalisierend ist, gegen das deutsche Bewusstsein, endlich ruhigen Gewissens auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Und wenn Gerechtigkeit unentbehrlich sein soll, müssen die verschleiernden romantischen Widersprüche wie Heimat, Nation und Volksgemeinschaft endlich in Frage gestellt werden. Sie setzt sich mit unpopulären Gedanken auseinander, mit Patriarchat, Krieg, Macht und Zensur. Sie hinterfragt die Begrenzungen.

Marie Rotkopf, geboren 1975 in Paris, ist Autorin, Künstlerin und Kulturkritikerin. 1990/91 Internatsbesuch in Westdeutschland, Studium der Kunstsoziologie an der Sorbonne, lebt in Hamburg. Sie war Leiterin der Kommunikation des ersten zeitgenössischen Kunstmuseums in der Pariser Banlieue. 2007 Gründung der deutsch-französischen Künstlergruppe Internationale Surplace mit Daniel Megerle. Beiträge in und für diverse Kunstzeitschriften, Ausstellungen und Performances.

Slow Club Freiburg e.V. - Verein für notwendige kulturelle Maßnahmen
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Buchpremiere:  Verborgene Chronik 1915-1918

9.- / 6.-

„Was Walter Kempowski mit seinem Echolot für den Zweiten Weltkrieg schuf, ist nun auch für den Ersten Weltkrieg realisiert worden“, schreibt die Neue Zürcher Zeitung.

„Eine atemberaubende, multiperspektivische Nahaufnahme des Ersten Weltkriegs, wie sie nicht im Geschichtsbuch steht und stehen kann“ nannte die Zeitung schon den vergleichsweise bescheidenen Auftaktband der Verborgenen Chronik – jetzt wird das Großprojekt vervollständigt: Eine Montage aus über 100 bisher unveröffentlichten Tagebüchern, gehoben im Deutschen Tagebucharchiv Emmendingen, zeichnet ein erschütterndes Bild des ersten großen Weltenbrandes.

Das Tagebuchprojekt präsentieren Herbert Kapfer, Leiter der Abteilung Hörspiel und Medienkunst im Bayerischen Rundfunk, der beide Bände gemeinsam mit der Publizistin Lisbeth Exner editierte, Galiani-Verleger Wolfgang Hörner und die Schauspielerin Meike Droste, die die Gesamtausgabe mit Wolfgang Condrus und Wolfram Koch eingesprochen hat (Der Hörverlag, 2017).

Literaturhaus Freiburg
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Deutsches Tagebucharchiv Emmendingen, Galiani Verlag und Hörverlag.

Der erste Literaturhaus-Marathon:  Auf literarischer Expedition mit Freiburger Autoren und Übersetzern

Entritt frei

Ein Nachmittag am Puls der Freiburger Literatur: Über 20 Autoren und Übersetzer verwandeln die Alte Universität in einen Klangraum des literarischen Schaffens in der Region. Ausgehend vom Literaturhaus laden stündliche Expeditionen in das Areal der Bertoldstraße 17 ein, bekannte Stimmen neu und neue Stimmen erstmals zu entdecken.


Es lesen Laura Bärtle, Eva-Maria Berg, Ulrich Blumenbach, Maria Bosse-Sporleder, Volkmar Braunbehrens, Daniela Engist, Manuela Fuelle, Susanne Fritz, Bille Haag, Heide Jahnke, Karlheinz Kluge, Andreas Kirchgäßner, Renate Klöppel, Jürgen Lodemann, Ulrich Land, Alexa Rudolph, Tobias Scheffel, Aaron Schmidt-Riese, Beate Thill, Maja Ueberle-Pfaff, Marie T. Martin, Werner Weimar-Mazur, Adelheid Zöfel und „Schreibcouch“-Teilnehmerinnen 2016/17.

Durch die Kurzlesungen führen Mitglieder des Literaturhaus-Trägervereins Literatur Forum Südwest: Hans Hoischen, Eberhard Bittcher, Werner Baur und Antigone Kiefner.

Literaturhaus Freiburg
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Mitveranstalter: Förderkreis Literaturhaus Freiburg.

"Freiburger Andruck" als Buchpremier mit Musik:  Annette Pehnt -  Lexikon der Liebe

9.-/ 6.-

„Als sie das erste Mal an seiner Tür klopft, öffnet er nicht. Sie wartet eine Weile und will schon wieder davongehen, da reißt er doch die Tür auf, um die Hand ein blutiges Geschirrhandtuch gewickelt.“

So beginnt der Lebenslauf einer Liebe, erzählt in präzisen Bildern, eine Geschichte aus Annette Pehnts neuem Lexikonprojekt. 192 Seiten Liebe, die sich manchmal unsichtbar macht und ganz still wird, manchmal von heute auf morgen erlischt oder unbemerkt eine neue Form annimmt. Wie die Liebe zwischen Eltern und ihren Kindern. Oder die Zuneigung zu geliebten Gegenständen, die Liebe zu alten Freunden.

Die diesjährige Kulturpreisträgerin Baden-Württembergs knüpft mit Lexikon der Liebe  an Lexikon der Angst an. Die Bücher dazwischen zeigen Pehnts beeindruckende Spannbreite: Kinderbücher über den herrlich miesen und schrecklich gut gelaunten Bärbeiß, Alle für Anuka für alle ab 10 Jahre, Briefe an Charley und die Anthologie Bibliothek der ungeschriebenen Bücher.

Literaturhaus Freiburg
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Mitveranstalter:

Kulturamt Freiburg, Stadtbibliothek, SWR Studio und Theater Freiburg, Badische Zeitung.

Art of Being...:  Cut-up, mash-up, hiccup

9.-/ 6.-

über das Theater Freiburg

»Er legte sich in seinem Stuhl zurück. Hoch über ihm jagten windgetrieben ein paar weiße Wolken einem noch nicht ganz vollen Mond nach. Trink den ganzen Vormittag, sagten sie zu ihm, trink den ganzen Tag. Das heißt Leben!« – Malcolm Lowry

Die Sektkorken knallen: Premiere! Unsere neue Reihe „Art of Being …“ bündelt Weltliteratur in Kompilationen der Freiburger Autoren Jürgen Reuß und Stephan Kuß.

Aus Texten von Charles Bukowski, Dorothy Parker, Ernest Hemingway, Clemens Meyer und weiteren Giganten der Literaturgeschichte mixen sie einen rauschhaften Cocktail rund um das Phänomen des Trinkens. Unterstützt von Schauspielern des Theater Freiburg führt der legere Abend auf eine so genussvolle wie erkenntnisreiche Tour zwischen beschwipster Schaffenslust und durchzechter Epiphanie.

Mehr auf dem Art of Being-Blog

Carl-Schurz-Haus-Freiburg / DAI e.V.
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Gefördert vom Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg.

Lesung:  Pascale Kramer -  Autopsie d'un père/ Autopsie des Vaters

7.-/5.-€

Prof. Dr. Judith Frömmer, Romanisches Seminar, Universität Freiburg

Ania hat ihren Vater jahrelang kaum gesehen. Da erreicht sie eines Tages ein Anruf seiner neuen Frau: Gabriel hat in der Nacht Selbstmord begangen. Der Freitod scheint im Zusammenhang mit dem Skandal zu stehen, den der als linker Intellektueller bekannte Radiojournalist ausgelöst hat, als er öffentlich Partei für zwei junge Einheimische ergriff, die an seinem Wohnort einen afrikanischen Sans-Papiers brutal ermordet haben. Als sich Ania zur Beerdigung in der Pariser Peripherie aufmacht, schlägt ihr in dem tief gespaltenen Dorf eine hasserfüllte Atmosphäre entgegen. Aber auch in ihrem alten Elternhaus stößt sie einzig auf Fremdheit und muss sich die Frage stellen, wie es dazu kommen konnte, dass ihr Vater eine solch unerträgliche Wendung vollzog.
Pascale Kramer seziert in Autopsie des Vaters ein Land im Kippzustand. Das Skalpell ansetzend, erzählt sie vom Wegschauen, von der Abschottung einer ganzen Gesellschaftsschicht und wirft gleichzeitig ein schmerzhaft klares Licht auf das Innerste einer Familie, die verpasste Verständigung zwischen Vater und Tochter.

Pascale Kramer, 1961 in Genf geboren, hat zahlreiche Romane veröffentlicht, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Aufgewachsen in Lausanne, verbrachte sie einige Jahre in Zürich und ging 1987 nach Paris, wo sie auch heute lebt und arbeitet. Mit ihrem vierten Roman Die Lebenden (Prix Lipp Suisse), kam der literarische Durchbruch. 2017 konnte Pascale Kramer mit dem Schweizer Grand Prix Literatur erstmals eine Auszeichnung für ihr Gesamtwerk entgegennehmen.

Centre Culturel Français Freiburg e. V.
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Lesung:  Ariel Levy -  The Rules do not apply/ Gegen alle Regeln

8.-/ 7.-€ ( Studierende ) / 5.- ( CSH-Mitglieder )

unter programm@carl-schurz-haus.de

René Freudenthal

Inmitten einer sich rasch ausdehnenden Blutlache auf dem Hotelboden, irgendwo im Herzen der Steppen Zentralasiens, mit ihrem zu früh geborenen, seidig schimmernden, sterbenden Sohn vor sich: Hier endet die sorglose Erfolgsgeschichte der Star-Reporterin vom The New Yorker, Ariel Levy, der bis dahin alles zuzufallen schien: Leichtherzige Liebesabenteuer und die erfüllte Ehe mit der perfekten Partnerin, eine spektakuläre Karriere bei den angesagten Magazinen Manhattans und glamouröse Weltreisen für ihre gefeierten Reportagen. Aus einer leibhaftigen Höllenfahrt, einem entsetzlichen Feuersturm von Emotionen und Hormonen, Tränen und Muttermilch macht Levy bahnbrechende, brutale, brillante Literatur.

Carl-Schurz-Haus-Freiburg / DAI e.V.
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Lesung :  Juri Andruchowytsch -  Im Rahmen der Russischen Kulturtage 2017

10.-/ 7.-€

www.reservix.de

Katharin Knüppel

In seinem Reisebrevier Kleines Lexikon intimer Städte verquickt Jury Andruchowytsch Herzensgeschichten mit politischer Polemik, Klischee mit Epiphanie, die Anekdote mit Romanentwürfen.

Juri Andruchowytsch, »der poetische Landvermesser« (FAZ) aus der Unruhezone Ukraine, hat viel Zeit investiert, um sich mit fremden Städten anzufreunden. In manchen ist er eine Weile hängengeblieben, andere wurden zu Lebensstationen. Der Autor ist unterwegs durch verlassene Gärten in Detroit. Novi Sad. Odessa. Paris. Prag. Stuttgart. Toronto. Ushgorod. Venedig. Ein Alphabet der 44 Städte auf drei Kontinenten.

Aus einer lokalen Demonstration auf dem Maidan in Kiew gegen den Präsidenten Viktor Janukowytsch entstand eine Protestbewegung: der Euromaidan. Mehr als hundert Menschen wurden getötet, als der friedliche Protest in Gewalt umkippte. Ein halbes Jahr später ist in der Ukraine nichts mehr, wie es war. Euromaidan steht für die Hoffnung auf Erneuerung der ukrainischen Gesellschaft. Schriftsteller, viele von ihnen Aktivisten, erzählen in Euromaidan von den aufwühlendsten Tagen ihres Lebens und versuchen sich an einer Anatomie des Augenblicks.

Der Autor liest ausgewählte Texte.

E-Werk Freiburg e.V.
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Matthias Brandt & Jens Thomas -  Psycho - Fantasie über das kalte Entsetzen

unter www.ticket.theater.freiburg.de

„In Psycho habe ich das Publikum geführt, als ob ich auf einer Orgel gespielt hätte“ sagte Alfred Hitchcock im Gespräch mit seinem Bewunderer François Truffaut. Hitchcock hat „Psycho“ als Experimentalfilm verstanden, der beim Publikum eine eindrückliche Wirkung zeitigen sollte.

Der Schauspieler Matthias Brandt interpretiert dieses filmische Jahrhundertwerk nun gemeinsam mit dem Pianisten und Sänger Jens Thomas neu auf der Bühne. Brandt greift dabei auf Elemente aus der literarischen Vorlage zurück. Thomas, von der Süddeutschen als „Jimi Hendrix des Flügels“ bezeichnet, improvisiert zu Brandt's inszenierter Lesung einen Soundtrack.

Dieser Abend ist nicht festgelegt und routiniert einstudiert, vielmehr lebt er von der intensiven, spontanen Interaktion zwischen beiden Akteuren. „Jens Thomas und Matthias Brandt gestalteten in der Improvisation mit Text und Klang, ein ungemein dichtes, ungemein individuell ausgestaltetes Szenario, einen nur mit Fantasie gefüllten Klang- und Assoziationsraum, indem ein gelegentlich leiser ironischer Zwischenton nicht dementierend, sondern bereichernd wirkte“, so die Frankfurter Rundschau nach der Premiere auf dem „enjoy jazzfestival“ in Mannheim vor begeistertem Publikum in der ausverkauften Alten Feuerwache.

Theater Freiburg
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Lesung und Gespräch:  Natascha Wodin -  Sie kam aus Mariupol

9.-/6.-€ / Abendkasse 1.-€ Aufpreis

unter www.reservix.de oder www.literaturhaus-freiburg.de

Martin Bruch

„Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe.“ –  Natascha Wodins Mutter sagte diesen Satz immer wieder und nahm doch, was sie meinte, mit ins Grab. Da war die Tochter zehn und angefüllt mit Fragen: Wieso lebten sie in einem Lager für „Displaced Persons“, woher kam die Mutter, was hatte sie erlebt? Jahrzehnte später öffnet sich die Blackbox ihrer Herkunft …

In Sie kam aus Mariupol geht Wodin dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die 1943 mit ihrem Mann als „Ostarbeiterin“ nach Deutschland verschleppt wurde. Sie erzählt beklemmend intensiv vom Anhängsel des Holocaust, einer Fußnote der Geschichte: der Zwangsarbeit im Dritten Reich. Die Familienrecherche verhandelt mit existenzieller Wucht die katastrophalen Geschichtsbrüche des 20. Jahrhunderts en miniature, fasst Literaturkritiker Helmut Böttiger zusammen.

Die vielfach ausgezeichnete Autorin erhielt unter anderem den Alfred-Döblin-Preis und den Preis der Leipziger Buchmesse 2017.

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Zwetajewa-Zentrum Freiburg / Im Rahmen des Projekts "Spurensuche: 100 Jahre Russische Revolution. Russische Kulturtage in Freiburg 2017"

www.russische-kulturtage-freiburg.de

Lesung:  Noelle Revaz -  L'infini livre / Das unendliche Buch

7.-/ 5.-€

Aurélia Maillard-Despont, Pro Helvetia

Ist das ein Science-Fiction-Roman? Eine Dystopie? Eine bitterböse Mediensatire? Eine Posse voller schwarzem Humor? – Vielleicht von allem etwas.

Noëlle Revaz entwirft ein satirisch-groteskes Zukunftsszenario des Kultur-, Medien- und Literaturzirkus: Die Buchpremiere ist eine gigantische Fernsehshow, die Moderatoren werden als Stars gefeiert, die Schriftstellerinnen stellen sich selbst dar. Niemand kommt auf die Idee, ein Buch aufzuschlagen oder gar darin zu lesen. Seine Qualitäten werden zelebriert wie bei einer Prêt-à-Porter-Inszenierung, bestens ausgeleuchtet. Einbandfarbe und -material, Größe und Dicke sind von Belang, und die Biographien der Autorinnen natürlich. Neue Ideen und Kreativität sind immer gefragt, allerdings nicht bei der Entstehung eines Kunstwerks, sondern ausschließlich bei der Vermarktung der Leere, etwa wenn zwei Sternchen des Zirkus zu einer Figur verschmolzen werden sollen: Joeanna Fortunaggi – die Sensation der Saison. Unerwartet bringen sie alles durcheinander: Sie tun es wirklich, sie schreiben ein Buch.

Centre Culturel Français Freiburg e. V.
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