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josfritz Buchhandlung Freiburg
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Eurotopia:  Ein Theaterabend

Unterschiedlich sein und doch gemeinsame Sache machen – das scheint im Lebensraum und mit dem Projekt, das wir Europa nennen, nicht länger möglich. Angesichts der fundamentalen Europakrise unserer Tage versuchen wir im Theater das Unmögliche: Acht Künstlerteams aus Belgien, der Türkei, dem Kongo, der Schweiz und Deutschland erarbeiten einen gemeinsamen Theaterabend. Aus sehr persönlichen Perspektiven und mit eigenwilligen künstlerischen Handschriften ergeben ihre Szenarien zur Lage des Kontinents die leidenschaftliche Vermessung einer Utopie: »Eurotopia« verbindet mythologische Kurzoper, bildstarkes Schauspiel, filmische Recherche, persönliche Choreografie und rasenden Monolog. Im Produktionsprozess und auf der Bühne kommen Ensemblespieler, Musiker, Tänzer und Kinder zusammen, die sich sonst nicht begegnet wären. Die Inszenierung auf der großen Bühne spielen wir im Rahmen von vier Themenwochenenden, an denen wir mit internationalen Gästen und Publikum zu ausgewählten Schwerpunkten diskutieren.

Mehr Informationen hier.

In Zusammenarbeit mit Carl-Schurz-Haus, Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg, Kommunales Kino Freiburg, Literaturbüro Freiburg, Centre Culturel Français Freiburg, Radio Dreyeckland.

Lesung und Gespräch mit Luca Bianchini e Ornella Tarantola:  Dimmi che credi al destino

Eintritt frei

»Ornella ist 55 Jahre alt und Weltmeisterin im Scheitern. Doch der letzte Schicksalsschlag ist schwer zu akzeptieren. Sie schafft es nicht den Mann zu vergessen, den sie seit so langer Zeit nicht mehr gesehen hat, und riskiert außerdem die kleine Buchhandlung , die sie im  Herzen von Hampstead betreibt, schließen zu müssen.«

Das ist die Ausgangssituation des 2015 erschienenen Romans Dimmi che credi al destino von Luca Bianchini. Er ist nicht nur ein erfolgreicher Schriftsteller, sondern auch Radiomoderator bei RAI und schreibt Kolumnen für verschiedene Zeitungen. Ornella Tarantola kommt aus einer Buchhändler-Familie und lebt seit über zwanzig Jahren in London, wo sie immer noch den Italian Bookshop betreibt. Die beiden werden an diesem Abend den Roman,  in welchem Ornella Tarantola und ihre Buchhandlung die Hauptrollen spielen, vorstellen.

Ein Live-Gespräch zwischen Romanautor und seiner Protagonistin.

Lesung und Gespräch finden in italienischer Sprache statt. Die Fragen des Publikums werden von Irene Pacini, vom Centro Culturale Italiano, direkt übersetzt.

Centro Culturale Italiano e.V.
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Consolato d'Italia a Friburgo
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Istituto Italiano di Cultura Stoccarda
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Konzert:  Jens Thomas - 

Jens Thomas improvisiert. Aber keinen Free-Jazz, sondern Popmusik. Der Berliner Pianist und Sänger lässt sich vom Publikum, dem Raum und der Stimmung inspirieren und erfindet im Moment deutsch-und englischsprachige Songs. Popmusik jenseits der Formate: humorvoll, emotional und anders. Ein Konzert als Unikat.

Jens Thomas, 1970 in Braunschweig geboren, studierte Jazz-Klavier an der Musikhochschule in Hamburg. Seit 1996 umfangreiche Konzerttätigkeit im In- und europäischen Ausland, zahlreiche Plattenveröffentlichungen und Auszeichnungen (u.a. SWR Jazzpreis, Int. Jazzpreis Nürnberg, Kunstförderpreis Niedersachsen, „Choc de l'année“ des französischen Magazin's Jazzman, Deutscher Schallplattenpreis Vierteljahresliste). Seit 2003 ist, und war er, in verschiedenen Theaterproduktion u.a. am Thalia Theater Hamburg, am Nationaltheater Gent, dem Münchner Kammerspielen, dem Wiener Burgtheater und am Schauspielhaus Bochum zu erleben. 2010 komponierte er die Musik zum NDR Dokumentarfilm „Tod auf dem Hochsitz“ von Michael Heuer und 2012 veröffentlichte er seine aktuelle CD „Speed Of Grace: A Tribute To AC/DC“, die er live u.a. auf Festivals in Hamburg, Istanbul, Moskau und Newcastle vorstellte.

Theater Freiburg
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Vorderhaus – Kultur in der FABRIK
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Lesung :  Hanya Yanagihara -  A Little Life/ Ein wenig Leben

10.- / 8.-€

Ein Großwerk, das „dich verrückt machen, verschlingen und von deinem Leben Besitz ergreifen kann”: Nur in Superlativen schrieb der New Yorker über Hanya Yanagiharas Roman Ein wenig Leben. Die 1974 geborene Yanagihara, eigentlich Redakteurin des Stilmagazins der New York Times, donnerte mit ihrem zweiten Roman direkt auf die Shortlists des Man Booker Prize und des National Book Awards und sorgte für eines der meistbesprochenen und bestverkauften Bücher des Jahres in den USA. Ein wenig Leben handelt von Jahrzehnten Freundschaft zwischen vier Männern in Manhattan und dem klaffenden Spalt zwischen ersehntem und gelebtem Leben. Die düster-charismatische Figur im Herz der Handlung ist der genial begabte, jedoch seltsam undurchschaubare Jude St. Francis, von dessen Innenleben seine Freunde beinahe nichts wissen – weder davon, wo er herkommt, noch von seiner sexuellen Identität oder von der Geschichte seiner körperlichen Versehrtheit und der grausamen Schmerzen, die ihn stetig heimsuchen. Yanagihara gelingt mit diesem Roman ein furioser literarischer Höllenritt, und Ein wenig Leben zielt mit fürchterlicher Schönheit direkt ins Mark der menschlichen Existenz. In Amerika avancierte das wuchtige Epos zum Kultbuch und die Autorin selbst zum gefragten Gast im Late-Night-Fernsehen. Eine Verfilmung durch den Oscar-Preisträger Scott Rudin ist in Arbeit.

Lesung in deutscher und englischer Sprache.

Carl-Schurz-Haus-Freiburg / DAI e.V.
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Theater Freiburg
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Lesung und Gespräch:  Jérôme Leroy -  Der Block

7.-/ 5.-€

Guillaume Plas (Frankreich-Zentrum Uni Freiburg)

Jérôme Leroy legt mit Der Block eine großartige Milieustudie vor; eine Innenansicht der Strömungen, die sich in der extremen Rechten verbünden. Dieser hochaktuelle und literarische Thriller beschreibt ein erschreckendes Szenario, das leider immer wahrscheinlicher wird: Eine Regierungsbeteiligung der extremen Rechten in Frankreich. Wie konnte es dazu kommen?
Blutige Aufstände in den französischen Vorstädten, die Zahl der Toten steigt unaufhörlich. Die Partei der äußersten Rechten – der Patriotische Block – steht kurz vor dem Einzug in die Regierung. In dieser Nacht kann das Schicksal Frankreichs kippen, und sie ist für drei Menschen der Höhepunkt einer 25-jährigen Geschichte aus Gewalt, Geheimnissen und Manipulation.

Jérôme Leroy, geboren 1964 in Rouen, ist Autor, Literaturkritiker und Herausgeber. Er hat als Französischlehrer gearbeitet, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Le Bloc erschien 2011 und wurde mit dem Prix Michel Lebrun  ausgezeichnet. Seitdem veröffentlichte Leroy drei Kriminalromane. Der Block ist Leroys erste Übersetzung ins Deutsche. 2017 erscheint in Frankreich Un peu tard dans la saison über die Charlie-Hebdo-Attentate.

Deutsche Lesestimme: Michael Wehner (Landeszentrale f. Pol. Bildung)

Centre Culturel Français Freiburg e. V.
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Landeszentrale für politische Bildung
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Lesung:  Sarah Kuttner -  180 Grad Meer

18.- / 15.-

Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, ist Jule mit ihrem Bruder und ihrer selbstmordgefährdeten Mutter aufgewachsen. Als Erwachsene hat sie sich einen Alltag geschaffen, in dem sie alles nur noch irgendwie erträgt: ihren Job als Sängerin, die unzähligen Anrufe ihrer Mutter, den ganzen Hass in ihr, der sie fast verschwinden lässt. Als auch ihre Beziehung zu bröckeln beginnt, flieht sie zu ihrem Bruder nach England, auf der Suche nach Ruhe und Anonymität. Doch dort trifft sie auf ihren Vater, der im Sterben liegt. Zaghaft beginnt Jule einen letzten Versuch, sich dem Mann anzunähern, von dem sie sich ihr Leben lang im Stich gelassen gefühlt hat. Eine tragikomische Road-Novel über das komplizierte Verhältnis zu den eigenen Eltern und den Wunsch, Urlaub von sich selber machen zu können.
Sarah Kuttner blickt mit ihrem neuen Roman aufrichtig und berührend aber gewohnt humorvoll auf die Widersprüche des Lebens, die es in unserer Zeit auszuhalten gilt.

E-Werk Freiburg e.V.
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