Veranstaltungen Frühjahr 2010

Lesung

Wolfgang Schorlau: Das München-Komplott

Denglers fünfter Fall

Dienstag  |  9.3.2010 | 20.00 Uhr | Jackson Pollock Bar in der Theaterpassage

Eintritt: 6.- / 4.-€

Der Stuttgarter Privatdetektiv Dengler bekommt von seinem ehemaligen Chef, dem Leiter des Bundeskriminalamtes, Akten zur Verfügung gestellt, die mit dem Attentat auf das Münchner Oktoberfest 1980 zu tun haben. Bis heute gilt als Schuldiger ein Einzeltäter mit Kontakten zur Neonazi-Szene, der bei dem Anschlag ums Leben kam. In den Akten finden sich aber Zeugenaussagen, die auf weitere Täter schließen lassen. Außerdem sind gerade mehrere ehemalige NATO-Generäle ermordet worden. Als auch noch der Bundesnachrichtendienst versucht, die Ermittlungen zu behindern, ahnt Dengler eine Verschwörung allergrößten Ausmaßes.


Im Kooperation mit der Jackson Pollock Bar





Lesung

Regina Nössler: Kleiner toter Vogel

Donnerstag   |  15.4. 2010  |  20.00 Uhr  | josfritzcafé  |  Wilhelmstr.15

Eintritt: 6.- / 4.-€

Ein kleiner schwäbischer Ort, beinahe idyllisch – wären da nicht der unheimliche Herbstnebel, feindselige Menschen und der Tod. Johanna Fink hat die Aufgabe übernommen, das Haus ihrer vor zwei Wochen verstorbenen Tante Helene aufzulösen. Zuhause in Berlin steckt sie in einer Beziehung, die auf Trennung hinausläuft, fühlt sich ziemlich einsam in der Welt, lebensmüde. Sie reist mit dem Zug in die – in ihren Augen– gottverlassene Einöde. Fremde Landschaft, Herbst, Nebel. Sie fürchtet sich. In einer Großstadt fühlt sie sich sicherer. Der Fund eines kleinen toten Vogels auf der Terrasse verstört sie. Und eines Morgens liegt an derselben Stelle eine tote Frau. Plötzlich geschehen um Johanna herum Morde. In dem kleinen schwäbischen Nest und auch in ihrem Umfeld in Berlin – überall, wo Johanna ist, muss jemand sterben. Reiner Zufall? 


Regina Nössler geboren 1964, studierte Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften. Heute lebt sie als freie Autorin und Lektorin in Berlin. Bisher hat sie zehn Romane und Erzählungen.



Wir begleiten diese Lesung mit einem Büchertisch.

Jan Weiler: Mein Leben als Mensch

Donnerstag  |  15.4.2010   |  20.00 Uhr  |  E-Werk  |  Eschholzstr. 77

Eintritt: 15.- / 12.-€

Jan Weilers neues Bühnenprogramm enthält die besten Kolumnen der wöchentlichen "Welt am Sonntag"-Serie "Mein Leben als Mensch," die kürzlich als Buch und Doppel-CD erschien. Da das Personal von "Mein Leben als Mensch" identisch ist mit jenem der Bestseller "Maria, ihm schmeckts nicht" und "Antonio im Wunderland," gibt es also auch neue Geschichten über den italienischen Gastarbeiter Antonio Marcipane. Außerdem im Programm: Highlights der beiden ersten Romane.

Jan Weiler wurde 1967 in Düsseldorf geboren. Er arbeitete zunächst als Texter in der Werbung und besuchte dann die Deutsche Journalistenschule in München. Anschließend arbeitete er von 1994 bis 2005 als Redakteur, Autor und schließlich Chefredakteur beim Süddeutschen Zeitung Magazin. 2003 entstand aus einer Kurzgeschichte im SZ-Magazin sein erster Roman "Maria, ihm schmeckts nicht." Das Buch gilt als das erfolgreichste deutsche Romandebüt der letzten zwanzig Jahre. 2005 folgte die Fortsetzung "Antonio im Wunderland."

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Wir begleiten diese Lesung mit einem Büchertisch.

Max Goldt: Das Buch von Zimbo

Montag  |  19.4.2010   | 20.00 Uhr  |  E-Werk  |  Eschholzstr. 77

Eintritt: 15.- / 12.-€

Einen notorisch friedfertigen Menschen wie Max Goldt bringt kaum etwas auf die Palme, von der unaufhaltsamen Verlotterung von Syntax und Wortschatz einmal abgesehen. Schon vor Jahren habe er milde körperliche Strafen für Leute gefordert, die keinen Satz ohne «im Endeffekt» zuwege brächten, aber nichts sei geschehen. Nun schlägt er mit den Waffen zurück, über die er gebietet wie kein Zweiter. Das Buch von Zimbo, Max Goldts neue Kolumnensammlung, liest sich wie ein Crashkurs im Umgang mit «sprachlichem Ungeziefer», und ist doch, Satz für Satz, großartige Unterhaltung. Wem man hier nicht alles begegnet! Einer rätselhaften barbusigen Knochengräberin auf dem Berliner Matthäus-Friedhof. «Es kann doch nicht einfach jede verwirrte Transgender-Exhibitionistin Knochen ausgraben und mit nach Hause nehmen! Womöglich sind es ja die Knochen der Gebrüder Grimm, die das Weib an gierige japanische Germanisten zu verkaufen beabsichtigt?» Dann laufen wir einem Trupp beachtlich alkoholisierter Frauen auf den Straßen Glasgows in die Arme: «Sie amüsierten mich und rührten mich auch etwas, diese erzdummen, mopsfidelen, übersexualisierten und irgendwie auch lieben jungen Schachteln.»

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Lesung

Jürgen Teipel: Ich weiß nicht

Dienstag  |  04.05 2010  |  20.00 Uhr  |  josfritzcafé  |  Wilhelmstr. 15

Eintritt: 6.- / 4.-€


Sie sind auf dem Weg zu einem Technofestival in Mexiko City: Das Dreiergespann soll dort auflegen, aber das Verhältnis zwischen Tere und ihrem Exfreund Tommy ist gespannt, und auch Tommy und der Erzähler sind sich suspekt. Als der sich dann auch noch in Tere verliebt, sind die Voraussetzungen für einen Peyote-Trip in der Wüste nicht mehr die besten. Doch unter der sengenden Sonne Mexikos und getaucht in klarstes Mondlicht erlebt jeder von ihnen sein kleines – oder größeres – Wunder, die Psychedelik der Musik kreuzt sich mit dem Geist unendlich alter Orte. 





Lesung

Maike Albath: Der Geist von Turin

Pavese, Ginzburg, Einaudi und die Wiedergeburt Italiens nach 1943


Donnerstag   |  6.5.2010 | 20.00 Uhr  |  jos fritz buchhandlung  |  Wilhelmstr.15  |

Eintritt: 6.- / 4.-€

In Mussolinis Italien, im Schatten der Fabriken von Fiat und Olivetti, begegneten sich in den dreißiger Jahren in Turin ein paar gebildete junge Leute. Sie gründeten Zeitschriften und Verlage, schrieben kritische Artikel, nahmen Verbannung und Gefängnis auf sich und fühlten sich als Avantgarde einer besseren Zukunft. Und das waren sie: Aus dem Kreis um Cesare Pavese, Leone und Natalia Ginzburg und den Einaudi-Verlag kam jener Geist, der nach 1945 das Klima politischer und intellektueller Freiheit in Italien wesentlich geprägt hat. Maike Albath, die Italien kennt und liebt, beschwört in ihrem Buch die Stadt und die einmalige geistige Landschaft, in der diese stolze Episode aus Italiens jüngerer Geschichte ihren Lauf nahm: Selten haben die viel bescholtenen Intellektuellen einen so nachhaltig wirkenden Einfluss auf die Geschicke eines ganzen Landes genommen.

Maike Albath, geboren 1966 in Braunschweig, lebt in Berlin. Sie hat mehrere Jahre in Turin gelebt und ist eine der profiliertesten Kennerinnen der italienischen Gegenwartskultur. Ihre Arbeit als Literaturkritikerin wurde 2002 mit dem Alfred-Kerr-Preis belohnt.