Georg-Büchner-Preis 2011

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2011 an den Schriftsteller Friedrich Christian Delius. 

Die Verleihung des Georg-Büchner-Preises an Friedrich Christian Delius findet am 29. Oktober 2011 im Staatstheater Darmstadt statt.  

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2011 an den Schriftsteller Friedrich Christian Delius.  Die Verleihung des Georg-Büchner-Preises an Friedrich Christian Delius findet am 29. Oktober 2011 im Staatstheater Darmstadt statt. 

Als kritischer, findiger und erfinderischer Beobachter hat F.C. Delius in seinen Romanen und Erzählungen die Geschichte der deutschen Bewusstseinslagen im 20. Jahrhundert erzählt – von der Vorgeschichte der NS-Zeit über die Zeit der Teilung bis in die unmittelbare Gegenwart. Seine politisch hellwachen, ideologieresistenten und menschenfreundlichen Texte loten die historischen Tiefendimensionen der Gegenwart aus. Seiner souveränen Erzählkunst gelingt es, eine manchmal satirische Beobachtungsschärfe zu verbinden mit einer humanen Sensibilität, die seine Figuren oft decouvriert, aber nie denunziert. Studenten der Universität Florida verliehen diesem Nachfahren Seumes (des aufgeklärten Spaziergängers nach Syrakus) und Wolfgang Koeppens (an dessen Kunst der rhythmischen Phrasierung von Zeit und Geschichte er in Meistererzählungen wie Die Birnen von Ribbeck und Bildnis der Mutter als junge Frau anknüpft) 1994 einen selbsterfundenen Preis: den „Award for Opening Minds“. Dieses Wort wäre eine brauchbare Begründung auch für die Verleihung des Georg-Büchner-Preises.

Die Deutsche Akademie feiert in diesem Jahr 60 Jahre Georg-Büchner-Preis. Das Jubiläum ist mit einer Höherdotierung des Preisgeldes von ehemals 40.000 auf 50.000 Euro verbunden.

Rezension Deutschlandradio Kultur

Rezension Die Zeit

Weitere Informationen auf der Homepage des Autors unter: www.fcdelius.de


Unser Buchtipp:


Bern im Sommer 1954. Deutschland steht im Endspiel der Fußballweltmeisterschaft gegen Ungarn. Im Rundfunk dröhnt die legendäre Reportage Herbert Zimmermanns. In einem kleinen hessischen Dorf erlebt ein elfjähriger Pfarrerssohn den Sonntag, der sein Leben verändern wird.

Rowohlt Verlag | 128 Seiten | 6.95 € | 978-3-499-23659-4






Der Georg-Büchner-Preis

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht seit 1951 den Georg-Büchner-Preis an herausragende Schriftsteller.

Zuvor, von 1923 bis 1933, wurde er als Preis des Volkstaates Hessens an Künstler in allen Bereichen vergeben. In den Jahren 1933 bis 1944 wurde der Preis nicht verliehen.


Bisherige Preisträger


1951 Gottfried Benn | 1952 nicht verliehen | 1953 Ernst Kreuder | 1954 Martin Kessel | 1955 Marie Luise Kaschnitz | 1956 Karl Krolow | 1957 Erich Kästner | 1958 Max Frisch | 1959 Günter Eich | 1960 Paul Celan | 1961 Hans Erich Nossack | 1962 Wolfgang Koeppen | 1963 Hans Magnus Enzensberger | 1964 Ingeborg Bachmann | 1965 Günter Grass | 1966 Wolfgang Hildesheimer | 1967 Heinrich Böll | 1968 Golo Mann | 1969 Helmut Heißenbüttel | 1970 Thomas Bernhard | 1971 Uwe Johnson | 1972 Elias Canetti | 1973 Peter Handke | 1974 Hermann Kesten | 1975 Manès Sperber | 1976 Heinz Piontek | 1977 Reiner Kunze | 1978 Hermann Lenz | 1979 Ernst Meister | 1980 Christa Wolf | 1981 Martin Walser | 1982 Peter Weiss | 1983 Wolfdietrich Schnurre | 1984 Ernst Jandl | 1985 Heiner Müller | 1986 Friedrich Dürrenmatt | 1987 Erich Fried | 1988 Albert Drach | 1989 Botho Strauß | 1990 Tankred Dorst | 1991 Wolf Biermann | 1992 George Tabori | 1993 Peter Rühmkorf | 1994 Adolf Muschg | 1995 Durs Grünbein | 1996 Sarah Kirsch | 1997 H.C. Artmann | 1998 Elfriede Jelinek | 1999 Arnold Stadler | 2000 Volker Braun | 2001 Friederike Mayröcker | 2002 Wolfgang Hilbig | 2003 Alexander Kluge |  2004 Wilhelm Genazino | 2005 Brigitte Kronauer | 2006 Oskar Pastior | 2007 Martin Mosebach | 2008 Josef Winkler | 2009 Walter Kappacher | 2010 Reinhard Jirgl