Deutscher Buchpreis 2011


Eugen Ruge erhält den Deutschen Buchpreis 2011 für seinen Roman:  In Zeiten des abnehmenden Lichts


„Eugen Ruge spiegelt ostdeutsche Geschichte in einem Familienroman. Es gelingt ihm, die Erfahrungen von vier Generationen über fünfzig Jahre hinweg in einer dramaturgisch raffinierten Komposition zu bändigen. Sein Buch erzählt von der Utopie des Sozialismus, dem Preis, den sie dem Einzelnen abverlangt, und ihrem allmählichen Verlöschen. Zugleich zeichnet sich sein Roman durch große Unterhaltsamkeit und einen starken Sinn für Komik aus“, so die Begründung der sieben Jury-Mitglieder.


„Aus der Resonanz auf die Auswahlverfahren, die zum Deutschen Buchpreis seit seiner Einführung gehören, habe ich den Eindruck gewonnen, dass die in den letzten Jahren entstandene deutsche Literatur den Vergleich aushalten kann, dem sie sich durch den Deutschen Buchpreis ausgesetzt hat. Im Konzert der internationalen Literatur kann sie sich nicht nur hören lassen, sie hat durch den Deutschen Buchpreis auch eine ganz eigene, schon jetzt nicht mehr wegzudenkende Vernehmbarkeit gewonnen“, sagte Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und Vorsitzender der Akademie Deutscher Buchpreis, bei der Begrüßung der rund 400 Gäste im Kaisersaal des Römers. 

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Die Shortlist


Die Entscheidung der Jury ist gefallen: Die sechs Finalisten für den Deutschen Buchpreis 2011 stehen fest.

„Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, und um das endgültige Ergebnis haben wir einen Tag lang hart gerungen“, sagt Jurysprecherin Maike Albath, Journalistin bei Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur.

„Bundesrepublikanische Anti-Idyllen sind auf der Liste ebenso vertreten wie lakonische Gesellschaftsromane über die DDR. Die Helden tragen schwer an Heimat und Herkunft. Verwickelte Familienverhältnisse dienen oft als Fallbeispiele. Nicht nur die ostdeutsche Unterschicht und die Nomenklatura rücken dem Leser nahe, sondern auch das westdeutsche Studentenleben, die ostfriesische Provinz oder das globalisierte Ambiente einer Sicherheitsfirma“, so Albath.




Die Jury 2011

Dr. Maike Albath, Deutschlandfunk/DeutschlandRadio Kultur

Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel

Dr.Ulrike Draesner, Autorin

Clemens-Peter Haase, †, Goethe-Institut

Dr. Ina Hartwig, Freie Kritikerin

Christine Westermann, Westdeutscher Rundfunk

Uwe Wittstock, Focus Magazin