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josfritz Buchhandlung Freiburg
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Carolin Emcke: Stumme Gewalt

Als im November 1989 Alfred Herrhausen, Vorstandssprecher der Deutschen Bank, durch eine Sprengfalle der RAF getötet wird, liegt der "Deutsche Herbst" bereits zwölf Jahre zurück. Seine Patentochter Carolin Emcke, damals gerade 22 Jahre alt, erinnert sich und uns achtzehn Jahre später an dieses Attentat, dessen konkrete Täterinnen oder Täter nie ermittelt werden konnten.

Ausgehend von ihrer persönlichen Betroffenheit als Opfer-Angehörige versucht sie eine vorsichtige diskursive Annäherung  an das politische Gesamt-Syndrom RAF. Sie fragt nach den Motiven der Akteure und thematisiert den Druck, den die absolute Entschiedenheit der Stadtguerilla auf die gesamte Linke dieser Zeit ausübte. Und sie beleuchtet auch, wie der BRD-Staat in klassischer Spiegelung darauf mit rigider Härte antwortete, ohne den politischen Hintergrund auch nur ansatzweise wahrnehmen zu wollen.

Die Autorin plädiert aus der historischen Distanz für ein Brechen des Schweigens auf beiden Seiten. Nicht nur, um den Angehörigen der Opfer wirkliche Trauer zu ermöglichen, sondern auch um lange verdrängte blinde Flecken dieser komplexen Geschichte aufzuhellen. Ein solches öffentliches Sprechen, das nur in einem geschützten Raum denkbar wäre, hat leider immer noch nicht stattgefunden.

Gerade deshalb lohnt sich auch heute die Lektüre dieses intelligenten Plädoyers gegen die "Bleierne Zeit"...

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